Chancen der Hochschulen für die Weiterbildungsnachfrage von Unternehmen
Mit einer Befragung seiner Mitgliedsunternehmen, in zahlreichen Exper-
teninterviews und -workshops hat der Stifterverband die Nachfrage der
Wirtschaft nach Weiterbildungsangeboten von Hochschulen untersucht.
Die Ergebnisse der Studie wurden im September 2008 veröffentlicht.
Welchen Platz werden die deutschen Hochschulen künftig in der individuellen Bildungskette einnehmen?
Werden sie sich weiterhin im Wesentlichen darauf
beschränken, die Institution akademischen Lernens
zwischen Schulabschluss und Eintritt in das Berufs-
leben zu sein? Oder werden sie sich institutionell ver-
ändern zu flexiblen "Lernforen" mit vielfältigen
Schnittstellen zu heterogenisierten Bildungsbiografien
und zu einem sich rasch wandelnden Wissensnach-
fragemarkt? Auf diese Fragen hat die Studie "Quartäre Bildung" Antworten gefunden.
Auf der Grundlage derBefragung und Untersuchunsgergebnisse wurden Empfehlungen und Denkanstöße formuliert, die sich sowohl an die Hochschulen als auch an die Politik richten. Die Studie befasst sich deshalb mit den wesentlichen Handlungsfeldern, die für die strategische Weiterentwicklung der Hochschulen als Weiterbildungsanbieter besonders wichtig sind.
Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass sich staatliche Hochschulen im Bereich der berufsbegleitenden akademischen Weiterbildung oft schwer tun. Private und ausländische Hochschulen haben sich dagegen eine sehr gute Marktposition in diesem stetig wachsenden Segment erarbeitet. Dennoch haben die staatlichen Hochschulen alle Möglichkeiten, sich auf dem Weiterbildungsmarkt besser zu positionieren. Voraussetzung ist aber, dass sie ihre Angebote an den Bedürfnissen ihrer potenziellen Kunden orientieren.
Auszüge aus der Studie „Quartäre Bildung“ |
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Empfehlungen zu denRahmenbedingungenAnreizsysteme, Kapazitätsverordnung, KMK-Regulungen, konsekutiver vs. weiterbildender Master |
Empfehlungen zu Strukturund OrganisationZentrale Servicestellen für Quartäre Bildung,Organisationsformen im Vergleich |
Empfehlungen zu Strategie undUnternehmensorientierungAngebots- und Nachfrageorien-tierung, Strategische Kooperationen, Markenprofil, Internationalität |
Empfehlungen zu Managementund MarketingOffene und maßgeschneiderte Programme, Modularisierung, beratender Vertrieb, Produktqualität |
Good-Practice-BeispieleAachen, Augsburg, Berlin, Konstanz, Leipzig, Lüneburg, Oldenburg |
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